Der April war warm und die Reben trieben so früh aus wie noch selten zuvor.

 

Auch im Mai geht’s rasant weiter. Die Triebe, die aus dem Stamm wachsen, müssen entfernt werden, da sie eine Wasser- und Nährstoffkonkurrenz zu den Trieben oben auf den Ruten darstellen. Diese wiederum müssen jetzt in den Drahtrahmen eingeheftet werden, um sie vor Windbruch zu schützen und vor allen Dingen nach oben wachsen zu lassen. Alles ist Handarbeit.

 

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr haben die Reben, nachdem jetzt auch noch die sogenannten „Eisheiligen“ überstanden sind keine Frostschaden erlitten. Die Entwicklung ist nicht nur überdurchschnittlich weit voran, auch der Fruchtansatz sieht sehr gut aus. Wenn 12 bis 13 Blätter je Trieb gewachsen sind beginnt erfahrungsgemäß die Blüte. So stehen derzeit alle Zeichen auf einen ebenso zeitigen Lesebeginn wie im vergangenen Jahr.

 

Rebschnitt

 

Jährlicher Rebschnitt fördert Vitalität und Gesundheit der Weinrebe und dies erfolgt grundsätzlich im Winter.

 

Da sich das Laub noch nicht gebildet hat, ist die Grundform der Rebe gut zu erkennen. Der Weinstock hat seine Blütenknospen bereits im Vorjahr angelegt.

 

Spätestens Ende Februar muss der Hauptschnitt geschehen sein, bevor der Saft in die Triebe steigt.